Das dritte Interview

19. August 2015 at 18:47

Und weiter geht’s in unserer mittlerweile schon recht bekannten Serie mit den Interviews. Heute haben wir uns mit Uwe Pilz, dem Mann mit dem Geld von Lumifaktur, getroffen und plaudern mal ein bisschen über ihn und seine Heimatstadt, mit der er, wie wie sehen werden, auch fotografisch sehr verbunden ist.

Lumifaktur: Sag mal, wie lange fotografierst du schon, Uwe?

Uwe P.: Angefangen habe ich im Alter von 16 Jahren. Das war im Jahre 1974.

 

Lumifaktur: Wie bist du zur Fotografie gekommen? Gab es da ein besonderes Schlüsselerlebnis für dich?

Uwe P.: Ich habe zunächst mit den fotografischen Verfahren experimentiert. Zwei Jahre später stand aber bereits die Umsetzung eigener Bildvorstellungen im Zentrum.

 

Lumifaktur: Sag mir mal, Uwe wo liegen denn deine persönlichen Schwerpunkte in der Fotografie?

Uwe P.: Also die liegen ausschließlich in der ganz klassische SW-Fotografie im eigenen Labor. Das hat sich bei mir auch seit 40 Jahren nicht geändert.

 

Lumifaktur: Was sind die Lieblingsmotive und wo findest du sie vorzugsweise?

Uwe P.: Ich stromere gerne durch Leipzig. Da gibt es stets etwas zu sehen. Ansonsten reizt mich die Landschaftsfotografie, das ist aber eher etwas für den Urlaub.

 

Lumifaktur: Kannst du uns bitte kurz was zu deiner Ausrüstung sagen?

Uwe P.: Nun. Auch das ist einfach. Mittelformat 6×6.

Am liebsten benutze ich eine Rolleiflex, zu der ich auch einen Tele- und einen Weitwinkelvorsatz habe. Dann ist da natürlich auch Kleinbild 24×36, eine uralte Canon-EOS-Spiegelreflexkamera mit Festbrennweiten und teilweise adaptierten 42-mm-Optiken. Oft benutzte ich davon 90 mm und 50 mm.

 

Lumifaktur: Gibt es so etwas wie eine Lieblingskamera bei dir?

Uwe P.: Ja. Die Rolleiflex 3,5F

 

Lumifaktur: Printest du deine Bilder selbst oder lässt du das machen?

Uwe P.: Ich habe wie schon gesagt ein eigenes Labor.

 

Lumifaktur: Dann hier mal eine etwas speziellere Frage. Hat sich deine Sichtweise oder deine Perspektive auf die Fotografie allgemein sowie deine Arbeitsweise durch die Zugehörigkeit zu Lumifaktur verändert?

Uwe P.: Ja. Ich war vorher stark aktiv bei den Industriefotografen. Dort habe ich viel bezüglich technischer Güte gelernt. Im Zentrum der dortigen Bilder stand aber die klassische Abbildung, bei der man möglichst viele Einzelheiten eines Objektes sehen kann. Ich hatte den eigene persönlichen Blick auf meine Ziele verloren, weil das dort nicht opportun war. Dadurch habe ich viel zurück- und auch gleichzeitig hinzugewonnen.

 

Lumifaktur: Was bringen dir die Diskussion und der Gedankenaustausch auf Lumifaktur?

Uwe P.: Nun ja, in erster Linie Anregungen.

 

Lumifaktur: Eine ernste und ernstgemeinte Frage. Hast du einen „Geheimtipp“ zum Fotografieren für uns?

Uwe P.: Mein Geheimtip ist die Mischung von Industrie- und Wohnlandschaft in Leipzig Plagwitz. Für die Leute von Lumifaktur mache ich gerne mal eine Führung.

(Anmerkung der Redaktion: Nächstes Lumifaktur-Treffen in Leipzig!?)

 

Lumifaktur: Hast du eine Art Lieblings-Location, wo du hingehst um dich zu inspirieren?

Uwe P.: Und das ist schon wieder Leipzig. Ich stromere jedes Wochenende mit dem Fahrrad durch die Stadt.

 

Lumifaktur: Hast du ein besonderes Bild für uns, dass wir zusammen mit deinen Antworten im Blog auf Lumifaktur.de zeigen können?

Uwe P.: Das Schiller-Denkmal. Es ist auch in meiner Denkmalserie auf Lumifaktur bereits enthalten. (Link zur Serie)

 

Lumifaktur: Erzählst du uns noch bitte kurz was zum Bild, Uwe?

Uwe P.: Ich habe mal versucht, einen eigenen Blick auf die Leipziger Denkmäler zu gewinnen. Dieses Bild hier, das Schillerdenkmal, beziehungsweise der Papierabzug gefällt mir besonders. Es ist recht abstrakt und hat den Eindruck eines Kupferstiches.

schiller

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